Infusionstherapie
Infusionen, abgestimmt auf Ihr Anliegen
Sie sind ständig müde, die Haare fallen aus, die Konzentration lässt nach, und Sie wünschen sich eine Infusion oder jemand hat sie Ihnen empfohlen? Dann nehmen wir Ihr Anliegen ernst und schauen uns gemeinsam an, woher die Beschwerden kommen. Oft steckt eine messbare Ursache dahinter: ein Mangel, eine Aufnahmestörung im Darm oder etwas ganz anderes.
Manchmal geht es auch darum, sich etwas Gutes zu tun und aufzutanken. Auch mit diesem Wunsch sind Sie willkommen. Was für Sie sinnvoll ist, besprechen wir persönlich, und ich sage Ihnen offen, wo die Grenzen einer Infusion liegen. Zuweisungen von Kolleginnen und Kollegen sind ebenfalls willkommen: Wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine Infusion angeordnet hat, führen wir sie durch.
Wie das abläuft
Was Sie sich wünschen
Wir besprechen Ihre Beschwerden oder Wünsche. Bei Beschwerden schauen wir uns die passenden Werte an, etwa Eisenstatus, Vitamin B12, Vitamin D, Zink oder Schilddrüse.
Gemeinsam festlegen
Ich sage Ihnen, was belegt ist, was sinnvoll sein kann und was vielleicht nicht nötig ist. Dann entscheiden Sie.
Im Infusionsraum
Vier Plätze in einem eigenen Raum, mit Massagesesseln, weil man bei regelmäßigen Infusionen oft lange sitzt. Den Zugang lege ich selbst.
Nachkontrolle
Bei einer Behandlung wegen eines Mangels kontrollieren wir nach der vereinbarten Zeit die Werte und besprechen, wie es weitergeht.
Wofür wir infundieren
Wie gut die Wirkung jeweils belegt ist
Damit Sie gut entscheiden können, steht bei jedem Einsatzbereich, wie gut die Wirkung wissenschaftlich belegt ist.
Eisenmangel, mit und ohne BlutarmutGut belegt
Wird regelmäßig übersehen, weil das Blutbild dabei normal aussehen kann. Entscheidend sind Ferritin und Transferrinsättigung gemeinsam. Bei chronisch-entzündlicher Darmerkrankung oder nach Darmoperationen ist die intravenöse Gabe der oralen deutlich überlegen.
Nach Operationen am Magen-Darm-TraktGut belegt
Nach Magenverkleinerung, Magenteilentfernung oder Dünndarmresektion ist die Aufnahme bestimmter Nährstoffe dauerhaft eingeschränkt, allen voran Eisen und Vitamin B12. Das ist keine Frage der Ernährung, sondern der Anatomie.
Biologika bei chronisch-entzündlicher DarmerkrankungGut belegt
Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verabreiche ich Antikörpertherapien wie Infliximab oder Vedolizumab (Entyvio) als Infusion im festen Rhythmus. Die Beschaffung des Medikaments übernehmen wir für Sie. Unter der Therapie kontrolliere ich Blutwerte und Verlauf regelmäßig, damit Nebenwirkungen und Infektionen früh erkannt werden.
Osteoporose, einmal im JahrGut belegt
Fünfzehn Minuten, einmal jährlich. Hier haben Studien nicht nur Laborwerte untersucht, sondern die Zahl tatsächlicher Knochenbrüche. Vorher brauchen wir Knochendichte, Nierenwerte, Kalzium, Vitamin D und einen abgeklärten Zahnstatus.
Nachgewiesene Vitamin- und MineralstoffmängelGut belegt
Nach Magen- oder Darmoperationen, bei Zöliakie, chronisch-entzündlicher Darmerkrankung oder unter bestimmten Dauermedikamenten. Wo Tabletten gleich gut wirken, empfehle ich Tabletten; bei Vitamin B12 ist das meistens der Fall.
Bei Mastzellaktivierung und HistaminoseBegrenzt belegt
Ascorbinsäure und Zink sind Kofaktoren des histaminabbauenden Enzyms; bei nachgewiesenem Mangel ist die Substitution begründet. In einer unkontrollierten Untersuchung sank nach hochdosierter Ascorbinsäure die Histaminkonzentration im Blut. Ob sich daraus eine Besserung der Beschwerden ergibt, ist nicht belegt.
Nervenschmerzen bei DiabetesBegrenzt belegt
Alpha-Liponsäure als dreiwöchige Serie, danach in Tablettenform. In kontrollierten Studien besserten sich Brennen, Kribbeln und Taubheit. Ob die Infusion der Tablette überlegen ist, ist nicht abschließend geklärt.
NAD+Auf Wunsch
NAD+ ist ein Coenzym des Energiestoffwechsels, dessen Spiegel mit dem Alter sinkt. Ob eine Infusion bei Erschöpfung oder zur Vorbeugung einen messbaren Nutzen hat, ist bisher nicht belegt; die Daten stammen überwiegend aus Labor- und Tierversuchen und kleinen Untersuchungen am Menschen. Die Infusion läuft langsam, bis zu vier Stunden, weil sie bei zu rascher Gabe Druckgefühl, Übelkeit oder Hitzegefühl auslösen kann. Ich bespreche mit Ihnen offen, was man weiß und was nicht.
Zum AuftankenAuf Wunsch
Manchmal weiß man, dass die Ernährung zu kurz gekommen ist, der Winter lang war oder eine anstrengende Zeit hinter einem liegt. Dann kann eine Vitamin- und Mineralstoff-Infusion, etwa nach dem Myers-Prinzip, eine Möglichkeit sein, sich etwas Gutes zu tun. Wie viel davon messbar wirkt, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt; viele erleben es trotzdem als wohltuend. Ich sage Ihnen offen, was bekannt ist, und Sie entscheiden.
Erschöpfung ohne fassbaren MangelBehandlungsversuch
Wenn die Abklärung nichts ergibt und Sie trotzdem einen Versuch machen möchten, ist das möglich. Dann vereinbaren wir, woran wir merken, ob es Ihnen hilft, und schauen nach einigen Wochen gemeinsam, ob eine Fortsetzung sinnvoll ist. Diese Leistungen übernimmt die Versicherung nicht.
Wie wir entscheiden
Gemeinsam entscheiden
Manche kommen mit einem klaren medizinischen Anliegen, etwa einem Eisenmangel. Andere möchten auftanken und sich etwas Gutes tun. Beides hat seinen Platz, und beides nehme ich ernst.
Mir ist wichtig, dass Sie wissen, worauf Sie sich einlassen: Ich erkläre Ihnen, was gut belegt ist, was sinnvoll sein kann und wo eine Tablette genauso gut wirken würde. Wo eine Infusion an ihre Grenzen kommt, sage ich Ihnen das offen. Die Entscheidung treffen Sie.
Was es kostet
Kosten erfahren Sie vorab
Gespräch, Untersuchung und Labor; danach legen wir gemeinsam fest, was sinnvoll ist.
Je Infusion, inklusive Beschaffung des Medikaments.
Je Infusion.
Je Infusion.
Abgestimmt auf Ihr Anliegen. Die Kosten erfahren Sie vorab.
Laborkosten übernimmt bei bestehender Indikation in der Regel die Krankenkasse. Eiseninfusionen bei gesicherter Indikation werden häufig erstattet; das klären wir vorab.
Häufige Fragen
Vor der ersten Infusion
Ich weiß nicht, ob eine Infusion für mich sinnvoll ist.
Dann besprechen wir das gemeinsam: was in Ihrer Situation sinnvoll sein kann, was gut belegt ist und was vielleicht gar nicht notwendig ist.
Kann ich eine Infusion erhalten, die ich bereits kenne?
Ja, gerne. Vor der ersten Infusion klären wir kurz Ihre Vorgeschichte und Medikamente, damit die Infusion sicher ist. Wenn aktuelle Laborwerte fehlen, kann eine Blutabnahme sinnvoll sein, das besprechen wir.
Wie lange dauert eine Infusion?
Zwanzig bis sechzig Minuten, je nach Präparat; eine NAD+-Infusion bis zu vier Stunden. Im Infusionsraum sitzen Sie in einem Massagesessel; nehmen Sie sich etwas zu lesen mit.
Zahlt das die Kasse?
Bei gesicherter Indikation, etwa Eisenmangel, häufig ja. Infusionen zum Auftanken oder als Behandlungsversuch nicht. Was in Ihrem Fall gilt, besprechen wir vor Beginn der Behandlung.
Termin
Einen Termin vereinbaren
Schreiben Sie kurz, worum es geht. Wenn Sie aktuelle Laborbefunde haben, bringen Sie sie mit oder laden Sie sie vorab hoch.
Bereits in Behandlung? Anliegen, Befundfragen und Rezeptwünsche bitte über Mein Arzt Online (öffnet in neuem Fenster). Ordinationszeiten und Anfahrt
